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Automatische Domainbewertung oder bin ich schon reich?

Immer wieder liest man in Foren die Angebotsbeschreibung:

Die Domain ist laut adresso.de 6.500 – 6.800 EUR wert!

Wenn das so stimmen würde, dann hätten alleine die deutschen Domainhändler genug Geld, um die Finanzkrise zu stoppen. Und zwar weltweit!

Jede automatische Domainbewertung ist nutzlos systembedingt mit Vorsicht zu genießen. Warum? Weil der Wert einer Domain nicht anhand von statischen Faktoren wie „Wortlänge” oder „Anzahl der Vokale” bestimmt werden kann.
Was aber genau ist der Wert einer Domain? Kurz (und vielleicht zu einfach) gesagt, eine Domain ist exakt das wert, was ein Käufer JETZT bereit ist zu zahlen, in diesem Augenblick. Der Domainhandel ist kein Aktienmarkt, wo man zu jederzeit Domains zu einem gerade feststehenden Wert handeln kann. Den Geldwert einer Domain zu realisieren ist viel schwieriger, als sich in sein Depot einzuloggen und ein paar mal zu klicken.

Wenn Topdomains weit unter Wert verkauft werden, dann nicht aus dem Grund, dass die Domain eben nicht mehr Wert ist (Achtung, bewußter „Widerspruch” zu oben), vielmehr kann das viele Gründe haben. Braucht der Verkäufer gerade dringend Geld? Steht eine neue Investition an? Hat der Käufer davon gewußt? Musste die Domain JETZT auf die Schnelle verkauft werden?

Demgegenüber sieht man immer mal wieder Domains, die man selbst wohl nicht mal registriert hätte, die aber drei- vier- oder sogar fünfstellig verkauft worden sind. Hier wurde eben ein Käufer gefunden dem (und nur dem!) die Domain eben exakt so viel Wert war. Hat die Domain denn jetzt für immer diesen Wert? Für den Käufer subjektiv wohl ja, objektiv sicher nicht.

Diese weichen Faktoren können aber eben nicht in ein automatisches Tool übertragen werden, nicht ein bischen, nicht ein wenig, gar nicht!

Die ganz Blauäugigen Hartnäckigen fragen dann noch:

Ja, aber eine gewisse Tendenz, ein Indikator für den Wert muss sich doch durch solche Tools ermitteln lassen können?!

Schlicht und einfach: NEIN

Immer noch nicht überzeugt? Hier ein paar Beispiele von adresso.de (dem wohl berüchtigsten automatischen Tool):

asdhjfgiw.de (noch frei)
Geschätzter Wert: 340 – 390 €

Wenn es so einfach wäre, noch freie Domains zu registrieren, die aus dem Stand herraus knapp 400,00 EUR wert sind, dann würde Jeder wohl schon auf seiner eigenen Insel am Strand sitzen. Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist es das in der Regel auch!

versicherungen.de
Geschätzter Wert: 3.900 – 4.500 €

Das ist kein besonders resellerfreundlicher Preis, sondern absolut unrealistisch!

Bringen solche automatischen Domainbewertungen denn wirklich nichts? Das würde ich so nicht sagen. Den Betreibern bringt eine solche Plattform schon etwas: Affiliateeinnahmen, Benutzerdaten, Domaindaten, Traffic, etc. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum derartige Tools zur Domainbewertung in der Regelmäßigkeit einer Regenzeit immer wieder aus dem Boden springen.

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Christian Kerschbaum
Rechtsanwalt und
Fachanwalt für IT-Recht


Rechtsanwalt Christian KerschbaumRechtsanwalt Christian Kerschbaum ist als Fachanwalt für Informationstechnologie-recht auf das IT-Recht spezialisiert. Seine Tätigkeit umfasst das Domainrecht, das Urheberrecht, das Medienrecht, das Werberecht sowie das Softwarerecht und das Wettbewerbsrecht.


Kostenlose Anfrage

Als Fachanwalt für IT-Recht betreut er Unternehmen, unterstützt zahlreiche Online-Shops (Erstellung von AGB (B2C und B2B), Widerrufsbelehrung, Shopprüfung) und hilft bei Abmahnungen. Er vertritt Mandanten bei gerichtlichen Domainstreitigkeiten und erstellt Domainverträge (Domainkauf / Domainverkauf / Domainpacht).

Rechtsanwalt und Fachanwalt Kerschbaum ist zudem als Dozent in der Fachanwaltsausbildung für den Fachanwalt für IT-Recht tätig und unterrichtet angehende Fachanwälte u.a. in den Bereichen Domainrecht, Haftung für Inhalte und Softwarerecht. Er hält seit über 20 Jahren Vorträge auf nationalen und internationalen Fachkonferenzen.

Fachanwalt Christian Kerschbaum ist bereits seit 1996 im Bereich der Informationstechnologie selbstständig (anfangs Computerbau, Netzwerktechnik, Support und Computer-vor-Ort-Service). Nach fünfjähriger Erfahrung als geschäftsführender Gesellschafter einer Marketing- und Internetagentur kann er sich optimal in die Situation seiner Mandanten hineinversetzen.

Rechtsanwalt Kerschbaum war über 10 Jahre lang Moderator bei Deutschlands größtem Domainforum (consultdomain.de) und hat Erfahrung mit Domaintransaktionen im vier- bis sechsstelligen Eurobereich. Seine Mandanten (u.a. Webhoster, Registrare, Domainhändler und Domainentwickler) verwalten Domains im (geschätzt) siebenstelligen Bereich.

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